Digitale Tools im britischen Gesundheitswesen: Entlastung und Zukunftsgestaltung
Auf der CPC North 2025 veranstaltete Sciensus eine Sitzung mit dem Titel „Digitale Tools im NHS: Entlastung und Zukunftsgestaltung”, die sich mit den täglichen Herausforderungen der Mitarbeiter und den praktischen Maßnahmen befasste, die wir gemeinsam ergreifen können, um diese zu verbessern. Das Thema wurde auf Grundlage des Feedbacks unserer Partner im gesamten NHS ausgewählt und stieß bei Kollegen aus verschiedenen Trusts und Integrated Care Boards (ICBs) auf große Resonanz.
Im Bereich der häuslichen klinischen Versorgung mit komplexer Medikamentengabe arbeiten die Teams weiterhin unter enormem Druck. Der Verwaltungsaufwand ist hoch, die Kapazitäten sind ausgelastet und Verzögerungen in der Kommunikation können sich sowohl auf die Patientenerfahrung als auch auf die klinischen Ergebnisse auswirken. In der Sitzung wurde deutlich, dass die digitale häusliche klinische Versorgung kein theoretisches Zukunftsprojekt ist. Sie findet bereits statt, funktioniert bereits und entlastet bereits in bedeutender Weise.
Von analoger Belastung zu digitaler Klarheit
Bevor digitale Systeme verfügbar wurden, basierten die meisten häuslichen klinischen Versorgungsleistungen des NHS auf analogen Prozessen: Telefonanrufe, Faxe, gemeinsame Posteingänge, Tabellenkalkulationen und manuelle Datenrecherche. Diese Tools waren zu ihrer Zeit zuverlässig, entsprechen aber nicht mehr dem Tempo und Umfang der modernen häuslichen klinischen Versorgung.
Ein NHS-Führungskraft fasste die Herausforderung mit eindrucksvoller Einfachheit zusammen: „Das Telefon, das an den Händen meiner Mitarbeiter festgeschweißt ist, ist nicht die produktivste Nutzung ihrer Zeit.“
Die Folgen der analogen Arbeitsabläufe waren überall zu spüren, darunter Verzögerungen bei der Behandlung, unvollständige Transparenz des Patientenstatus, Doppelarbeit und eine wachsende administrative Belastung für hochqualifizierte klinische Teams. Auch die Patienten waren von den Reibungsverlusten betroffen und mussten oft auf Neuigkeiten warten oder mit Unsicherheiten hinsichtlich ihres Behandlungswegs leben.
Die Diskussion bei CPC North machte deutlich, dass es bei der Umstellung auf digitale Arbeitsabläufe nicht darum geht, Menschen zu ersetzen. Es geht darum, unnötigen Aufwand zu ersetzen und den Mitarbeitern die Klarheit zu verschaffen, die sie benötigen, um schnellere und sicherere Entscheidungen zu treffen, was letztlich die Versorgung der Patienten verbessert.
Wie sieht eine effektive, digital unterstützte häusliche klinische Versorgung heute aus?
Die digitale Transformation mag manchmal abstrakt erscheinen, aber ihre Auswirkungen auf die häusliche klinische Versorgung im Rahmen des britischen Gesundheitsdienstes NHS sind konkret. Tools wie das Sciensus Connect Portal zeigen, wie viel sich ändern kann, wenn Prozesse sichtbar, konsistent und optimiert werden.
Eine wichtige Botschaft der Diskussion war, dass digitale Lösungen flexibel sein müssen und während der Übergangsphase sowohl papierbasierte als auch digitale Verschreibungen unterstützen sollten. Hybride Modelle sind kein Kompromiss, sondern unerlässlich, um eine optimale Patientenversorgung und Teamarbeit zu gewährleisten.
Während der Sitzung wurden mehrere Themen besonders hervorgehoben:
- Schnellerer Zugriff auf genaue Informationen: Anstatt E-Mails zu durchsuchen oder auf Rückrufe zu warten, können die Teams von Trust nun mit wenigen Klicks wichtige Daten einsehen.
- Mehr Zeit für klinische Prioritäten: Durch den geringeren Telefon- und E-Mail-Verkehr haben die Mitarbeiter mehr Zeit für Aufgaben, die für die Patienten den größten Mehrwert bringen.
- Stärkere Patientenbeteiligung: NHS-eigene Apps und einfache digitale Wege geben Patienten mehr Mitsprache, Sicherheit und Kontrolle.
- Gemeinsame Gestaltung statt Top-down-Design: Diese Tools funktionieren, weil sie gemeinsam mit den operativen Teams des NHS entwickelt wurden und deren tatsächliche Arbeitsabläufe und Einschränkungen widerspiegeln.
- Skalierbarkeit in der Praxis: Im September 2025 nutzten 350 NHS-Krankenhäuser das Sciensus Connect Portal und profitierten alle von verbesserter Transparenz und weniger Reibungsverlusten.
Eine digitalisierte Zukunft für den NHS – durch Partnerschaft aufgebaut
Der 10-Jahres-Plan des NHS setzt ein klares Ziel: digitale Inklusion, personalisierte Versorgung in der Nähe des Wohnorts und modernisierte Wege, die vermeidbare Verzögerungen beseitigen. Was wir heute in der häuslichen klinischen Versorgung mit komplexer Medikamentengabe sehen, ist die frühe, aber sich beschleunigende Verwirklichung dieser Vision.
Bei der digitalisierten häuslichen klinischen Versorgung geht es darum, die Lebensqualität von Patienten mit chronischen Erkrankungen und der Teams, die sie unterstützen, zu verbessern. Die laufenden Pilotprojekte und Partnerschaften mit Trusts im ganzen Land zeigen, wie skalierbare Innovationen aussehen können, wenn sie gemeinsam umgesetzt werden.
Für Entscheidungsträger in Trusts und ICBs war die Botschaft der Sitzung klar: Digitalisierte häusliche klinische Versorgung und komplexe Medikamentengabe sind keine Zukunftsvision – sie können schon heute ein wichtiger Motor für Veränderungen sein. Sie reduzieren die Belastung. Sie stärken die Sicherheit und Konsistenz. Sie fördern die Patientenbeteiligung. Und sie steht im Einklang mit der Ausrichtung der nationalen Politik.
Während der NHS seine digitale Entwicklung fortsetzt, werden die erfolgreichsten Modelle diejenigen sein, die auf Partnerschaften basieren, in der Praxis erprobt sind und sich auf praktische, alltägliche Erfolge konzentrieren.
Erfahren Sie mehr über unsere End-to-End-Serviceleistungen.
Einschließlich digitaler häuslicher klinischer Versorgung mit komplexer Medikamentenverabreichung.